15. February 2008

Galatasaray mit unveränderten Aussichten auf die nächste Runde des UEFA-Pokals

Im Hinspiel der dritten Runde des UEFA-Pokals der Saison 2007/08 mussten sich Galatasaray Istanbul und Bayer Leverkusen mit einem 0:0 zufrieden geben, wobei sich die Gastmannschaft sehr glücklich schätzen kann, mit solch einem Ergebnis noch davongekommen zu sein. Vom ersten bis hin zum letzten Pfiff des portugiesischen Unparteiischen wurde das Spiel von den Mannen vom Bosporus dominiert. Die Profis aus Leverkusen hatten in den 90 Minuten nur einen einzigen gefährlichen Angriff, bei dem es aber nicht zum Torschuss kam. Orkun Usak muss sich sehr gelangweilt haben. Zusammenfassend für die Partie würde ich „Kalli“ Feldkamps Aussage nach der Begegnung als sehr zutreffend bezeichnen: „Wenn wir beim Boxen wären, hätten wir nach Punkten gewonnen.“

Das Spiel der Istanbuler war dennoch für die Rückrunde viel versprechend. Galatasaray lief erneut mit einer ausnahmslos türkischen Mannschaft, zu der gegen Ende des Spieles Nonda und Lincoln hinzukamen, auf. Wieder einmal konnten die jungen Profis ihr Können unter Beweis stellen. Und wieder einmal haben sie es geschafft, dem Gegner Angst einzujagen. Ob die Werksmannschaft für die Rückrunde zuversichtlich ist? „Wir müssen uns nächste Woche fußballerisch steigern“, sagte Bayer-Trainer Michael Skibbe und drückte aus, dass sie aufgrund des guten Spiels ihres Gegners nicht zur Entfaltung kommen konnten.

Um ehrlich zu sein hatte ich nicht ein solch leichtes Spiel erwartet. Das einzige, was fehlte, war aber auch leider das Wichtigste: die Tore. Doch nächste Woche werden wohl in Deutschland auch die Wetter- und Platzverhältnisse besser sein als vor zwei Tagen am Bosporus, sodass die Gäste es in der Offensive – vor allem bei den Torschüssen – leichter haben werden. Zwar ist Leverkusen keinesfalls ein Gegner, den man unterschätzen darf, jedoch bin ich fest davon überzeugt, dass Gala klipp und klar die bessere Mannschaft ist und sich den Einzug in die nächste Runde sicherlich nicht vor der Nase wegschnappen lässt.

Meiner Meinung nach sollte Feldkamp mit der gleichen Formation und Aufstellung auflaufen wie in den Spielen zuvor auch, mit dem Unterschied, dass anstelle von Ayhan Akman Lincoln der Mannschaft hinzugefügt werden sollte. Dies ist in zweierlei Hinsichten von Bedeutung. Erstens: Lincoln hat mit Bayer Leverkusen, vor allem aber mit Bernd Schneider, noch eine Rechnung offen. Der Ausdruck „Und du willst ein Brasilianer sein?“ scheint ihn immer noch sehr zu belasten, sodass er ja im Hinspiel unbedingt in die Startelf wollte. So wird er auf dem Felde alles geben, um sich erneut zu beweisen. Auch werden die Bayer-Fans ihn unter Druck setzen, da sie ihn natürlich nicht mögen, was wiederum dazu beitragen kann, dass das Zusammenhalten und das Teamgeist verstärkt wird und man sich auf dem Felde mehr unterstützt. Der zweite Aspekt ist dieser, dass ein Großteil aller Gala-Fans endlich auf das Comeback ihres geliebten Superstars wartet. Ein Einsatz Lincolns wird die Stimmung bei den Gästefans deutlich erhöhen. Selbstverständlich ist aber für seinen Einsatz vorauszusetzen, dass er am Wochenende in der Liga Spielpraxis sammelt.

Auch wenn Bayer Leverkusen einen Heimvorteil genießt, werden sie vor den eigenen Fans zittern müssen. Galatasaray ist der nächsten Runde näher. Leverkusen, mach dich bereit – die Türken kommen!

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2 Kommentare

1. E. S. schrieb am 16. February 2008 um 00:02

Ich bin nicht der Meinung, dass Lincoln spielen sollte. Die Mannschaft, die im letzten Spiel auf dem Feld stand, hat sich sehr gut geschlagen. Auch die letzten zwei Monate, wo Lincoln verletzt war, haben sie gezeigt, dass sie spielen können. Lincoln dagegen war sich sogar zu schade, als Einwechselspieler im Hinspiel gegen Leverkusen. Erst nach mehrmaliger Aufforderung soll er sich bereit gemacht haben.

Wenn er jetzt spielt, möchte ich nicht wissen, wie groß der Zusammenhalt in der Mannschaft sein wird. Ob Rechnung offen oder nicht.

2. B. A. schrieb am 16. February 2008 um 19:09

Nur die Mannschaft braucht ein schlaues Köpfchen. Jemand, der nicht nur rennt und kämpft, sondern mit seiner Technik alles klärt. Ein Spieler, bei dem man nicht vorraussagen kann, was er machen wird. Und davon haben wir nur zwei: Lincoln und Arda. Das jetzige Mittelfeld schlägt sich zwar auch super, doch ich kann keinen Mann sehen, der die Führungsrolle übernehmen könnte.

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