26. February 2008

Fenerbahce vielleicht nach 25 Jahren?

Morgen wird Fenerbahce Istanbul zu Gast im Ali Sami Yen Stadion sein, um im Rückspiel des Fortis Türkiye Kupasi Viertelfinale gegen seinen Erzrivalen Galatasaray Istanbul zu spielen. Das Interessante ist hierbei, dass die Mannschaft von der asiatischen Seite Istanbuls diesen Pokal zuletzt 1983 gewann. Ist also schon ziemlich lange her. Ich empfand es als eine amüsante Idee, mal aufzuführen, wie alt die aktuellen Spieler des Clubs damals waren. Dabei bin ich auf interessante Ergebnisse gestoßen.

Als Fenerbahce 1983 den Pokal gewann, waren die Spieler im aktuellen Kader zum Teil nicht einmal auf der Welt. Die Zahl in Klammern gibt das damalige Alter der Spieler an: Volkan Demirel (2), Lugano (3), Appiah (3), Aurelio (6), Yasin Cakmak (kam erst zwei Jahre später auf die Welt), Can Arat (ist vom 1984er Jahrgang), Önder Turaci (2), Alex (6), Selcuk Sahin (2), Serdar Kulbilge (3), Semih Sentürk (wenige Monate), Deniz Baris (6), Ugur Boral (1), Kemal Aslan (2), Ali Bilgin (2), Colin Kazim Richards (wurde drei Jahre Später geboren), Kezman (4), Edu (2), Deivid (4), Roberto Carlos (10), Wederson (2), Gürhan Gürsoy (er hat den Pokal um vier Jahre verpasst), Ilhan Parlak (kam ebenfalls vier Jahre zu spät), Gökhan Gönül (zwei jahre nach diesem Erfolg wurde Gönül geboren), Maldonado (3) sowie Volkan Babacan (1988er Jahrgang) und Fehmi Mert Günok (1989er Jahrgang). Man sieht, dass einige der Spieler das Pech hatten, nie in ihrer Lebenszeit diesen Erfolg für ihre Mannschaft überhaupt mitbekommen zu haben. So mussten sie sich diese Legende erst einmal von ihren Eltern oder Großeltern erzählen lassen.

Dieser sensationelle Erfolg liegt so weit zurück, dass einige Umstände damals doch ganz Interessant sind. Damals existierte noch die DDR, Berlin war geteilt. Die Sowjetunion bestand. Die Katastrophe von Tschernobyl fand noch nicht statt. Microsoft hatte Windows noch nicht erfunden. Die ersten CDs wurden von Philipps entwickelt. Auch gab es keine Handys oder Internetzugänge.

Damit Fenerbahce weiterhin auf den Sieg dieses Turniers hoffen kann, müssen sie erst einmal den Rekordsieger Galatasaray Istanbul bezwingen, die den Pokal 14-mal nach hause tragen durften. Ob dies eine machbare Hoffnung und ein realistisches Ziel für Fenerbahce ist, wage ich stark zu bezweifeln.

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