06. April 2008

Am Ende eines Spieltages…

…bleiben meistens die Highlights und Überraschungen diverser Partien im Gedächtnis hängen. Der vergangene Spieltag der Turkcell Süper Lig wird aber wohl noch sehr oft diskutiert werden, wobei man anmerken muss, dass diese Diskussionen wohl kaum Spuren von positiven Anmerkungen beinhalten werden. Zumindest eine Partie wird das Ziel vieler Kritiker sein: Fenerbahce SK – Kayserispor, welches 2:1 zugunsten des Gastgebers entschieden worden ist. War der Sieger schon vorher bestimmt? Inwiefern hatte der Istanbuler Vorstand seine Finger bei den Entscheidungen um das Ergebnis? Oder waren es lediglich drastische Schiedsrichterfehler, die den Kampf um die Meisterschaft leider enorm beeinflusst haben?

Bis zur 61. Minute schien noch alles im Lot zu sein. Weder Fenerbahce, noch die Gäste aus Kayseri hatten etwas zu beklagen. Sicherlich gab es einige Positionen, wo der ein oder andere etwas zu meckern hatte. Übliche Szenen eben, die man in nahezu jedem Fußballspiel antreffen kann. Doch ein Pfiff in der 61. Minute veränderte das Schicksal des Spiels. In einer höchst umstrittenen Position pfiff der angeblich Unparteiische einen Elfmeter zugunsten der Gastgeber, welches Starspieler Alex de Souza problemlos in einen Treffer verwandelte. Ausgleich.

Nach Ablauf der regulären Spielzeit zeigte der Assistent des katastrophalen Schiedsrichters genaue 5 Minuten Verlängerung an. Als eine Person, der keine ungewöhnlichen Unterbrechungen in der Zweiten Hälfte bemerken konnte, ja sogar im Gegenteil den erstaunlich guten Spielfluss bewunderte, fragt man sich natürlich, wann der Assistent solch lange Spielpausen erlebt haben soll. Aber auch diesen Fehler könnte man noch über sich ergehen lassen.

In der Verlängerungsphase bedurfte es keinerlei Fußballwissen, um vorhersagen zu können, dass sehr bald ein Tor fallen würde. So groß war der Druck auf Kayserispor aufgebaut. Vermutlich war dies auch der Grund, warum Schiedsrichter Hakan Sivriservi das Spiel selbst nach Ablauf der Verlängerungsphase laufen ließ. Siehe da: Obwohl die Partie schon längst hätte ein Ende finden müssen, schaffte es der später eingewechselte Semih Sentürk, noch den Siegestreffer zu erzielen.

Die Empörung bei den Erzrivalen Fenerbahces ist enorm groß. So gesehen ist es mehr als nur verständlich, dass Galatasaray SK und Besiktas JK ihre Empörung in Form einer Pressemitteilung der Öffentlichkeit mitteilten. In beiden Erklärungen wird gehofft, „dass es sich lediglich um Schiedsrichterfehler handelt“ und das Ergebnis nicht absichtlich beeinträchtigt worden ist.

Ob es doch mehr war als nur individuelle Fehler einer inkompetenten Person oder gewisse Kreise wieder einmal Fenerbahce zum Meister erklären möchten, wird vermutlich in den nächsten Wochen ans Tageslicht treten, wenn sich die Unparteiischen erneut angeblich ungewollte Fehler erlauben. Man darf gespannt sein.

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Ein Kommentar

1. E. S. schrieb am 07. April 2008 um 23:21

Ich habe das Spiel nicht gesehen. Wundere mich aber über die Totenstille bei Fenerbahce, die ja nicht dafür bekannt ist, zu schweigen, wenn andere Reden.
Kann aber auch an dem bevorstehenden Chelsea Spiel liegen. Wie auch immer: Die Stille bei Fenerbahce kommt mir suspekt vor.

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