Hoffnung erwacht in der 94. Minute
Reds gegen Blues hieß die Partie des Champions League Halbfinalspiels am gestrigen Abend. Und wieder einmal wurde bewiesen, dass der Ball rund ist und man über 90+ Minuten hinweg mit voller Konzentration spielen muss, um an Erfolg zukommen. Chelsea London war zu Gast bei Liverpool. Ein Stadion, wo man ohrenbetäubende Fans antrifft, die ihre Mannschaft mit „You will never walk alone“ Rufen anheizen und bei Toren wie in der 43. Minute von Dirk Kuyt die gesamte Stadt beben lassen. Aber diese Partie beinhaltete nicht nur Freude, sondern auch Enttäuschung. Oder von der Londoner Sichtweise gesehen: Glück. Denn als die vierte Verlängerungsminute sich seinem Ende nahte, lenkte Arne Riise den Ball mit einem unglücklichen Kopfball ins eigene Netz und lies somit bei den Gegnern erneut Hoffnungen für den Einzug ins Finale der Königsklasse aufwachen.
Nicht zu vergessen ist aber die miserable Bilanz des Chelsea London bei den Begegnungen mit dem Erzrivalen Liverpool in der Champions League. In zwei von vier Halbfinalseinzügen mussten die Blues gegen ihren gefürchteten Gegner ran. Beide male durften sie ihre Heimreise antreten, ohne den Einzug ins Finale geschafft zu haben. An dieser Stelle spielt also die psychologische Überlegenheit der Reds gegenüber ihrem Gegner eine bedeutsame Rolle. Sie sind die haushohen Favoriten und werden es Chelsea zeigen wollen, dass sie ihnen auch beim dritten Aufeinandertreffen schlicht und einfach unterlegen sind. So ganz falsch liegen sie da ja nicht.

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