03. May 2008

Sergen Yalcin – eine ehemalige Legende geht von Bord

Der türkische Fußball verabschiedet sich glanzlos von einem ernorm großen Namen, den er nie vergessen wird: Sergen Yalcin. Fußballfreunde älterer Generationen werden sich noch an seine Wundertaten als der türkische Spielmacher numero uno erinnern. Winkeltreffer aus Eckstößen, exzellente Technik und wundervolle Schusskraft sind nur wenige dieser hängen gebliebenen Künsten des Superstars. Bei den etwas jüngeren Fußballfans jedoch sind kaum positive Erinnerungen Yalcins in den Gedächtnissen zu finden. Schon seit einigen Jahren ist der ehemalige Superstar nur noch in der zweiten Liga anzutreffen – weit entfernt von seinen glanzvollen Zeiten.

Sergen Yalcin war schon immer ein Skandalspieler. Nicht selten stand der mehrfache Nationalspieler aufgrund seines undisziplinierten Nachtlebens in großer Kritik. Seine Disziplinlosigkeit brachte ihm nun letztendlich auch das Ende seiner Karriere. Bei seinem aktuellen Verein Eskisehirspor ist er mit der Begründung suspendiert worden, dass er die Stimmung innerhalb des Clubs mit seinem Verhalten verderbe. Yalcin gab bekannt, dass er nun seinem Profileben ein Ende setzen werde. In den Erinnerungen bleibt nicht mehr viel von seinen Talenten, sondern von seinen schlechten Seiten hängen: Insgesamt bei acht Mannschaften sein Glück versucht, darunter Besiktas JK, Fenerbahce SK und Galatasaray SK, doch bis auf seine erste Phase bei Besiktas stets unerfolgreich gewesen. Sergen Yalcin ist ein Beispiel dafür, wie tief ein Fußballer durch sein Verhalten sinken kann.

Nun wolle er sein Leben als Sportkommentator fortsetzen. Diese Entscheidung ist zu begrüßen, wenn man bedenkt, wie viele Kommentatoren es gibt, die nichts mit dem Fußballleben zu tun haben aber dennoch meinen, sie müssten ihren Senf dazu geben. Hierbei sei nur auf den Sänger Ercan Saatci hingewiesen, der mit seinen sinnlosen Kommentaren in „Hürriyet“ die Gedächtnisse der Fußballfreunde verschmutzt. Sergen Yalcin ist wenigstens von klein an in diesem Geschäft und hat ein Recht darauf, weiterhin in seinem Spezialgebiet – nämlich dem Fußball – eine Berufstätigkeit auszuüben. Man wünsche ihm in seinem weiteren Leben viel Glück und möglichst wenige Tiefpunkte.

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4 Kommentare

1. Oguz schrieb am 05. May 2008 um 08:36

Ich bin mir nicht sicher, ob Sergen ein guter Sportkommentator wäre. Er machte nie den Eindruck, als könnte er objektiv und sachlich bleiben.

2. B. A. schrieb am 05. May 2008 um 14:44

Diese beiden Aspekte sind aber leider in der Türkei nicht gefragt. Nicht dass man meint, ich würde diese Einstellung begrüßen - dies ist aber leider eine Tatsache in unserem Lande. Man schaue sich nur Leute wie Hincal Uluc, Erman Toroglu oder Gürcan Bilgic an. Alle drei erfolgreich, aber nicht in Ansätzen objektiv und sachlich. Manche Fans brauchen eben Amigos in der Presse.

3. kare schrieb am 19. May 2008 um 17:45

Erman Toroglu sollte auf deutsch gesagt einfach seine klappe halten. der kritisiert galatasaray von wegen die haben schulden und schlechten vorstand oder so. sergen hat bei grosssen klubs gespielt und weiss wie es ist so zu sein.

4. Anonymous schrieb am 06. January 2011 um 00:26

Beste spieler alle zeiten,die türkei je gesehen hat..

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