09. June 2008

Zitterpartie mit viel Glück für Kroatien - Österreich zieht dabei den Kürzeren

Zu Beginn versprach das Spiel noch Spannung zu, denn schon in der vierten Minute verwandelte der kroatische Nationalspieler Luka Modric einen Strafstoß zum Tor und verhalf somit seiner Nation auch zur Führung. Nach einem solch starken Auftakt der Kroaten würde jeder normale Fußballfan von hart attackierenden österreichischen Fußballspielern ausgehen, was dem aber nicht so war - zumindest in der ersten Halbzeit. Denn da waren die Kroaten diejenigen, die die Partie bestimmten. Denn die meiste Zeit der Begegnung ging mit sinnlosen Pässen verloren, die im Sturm keinen Anspielpartner fanden: Das war das Spiel der Kroaten. Der einzige, der sich bei ihnen wirklich hervorhob, war Ivica Olic, welcher pausenlos engagiert am Spiel und am Aufbau der Angriffe beteiligt war, jedoch fehlte es an Laufbereitschaft bei seinen Mannschaftskameraden, was das Spiel unglaublich langweilig machte. Es schien fast so als läge den Kroaten nichts an einem deutlichen Sieg, denn wirklich angegriffen haben sie nie mit voller Leidenschaft. Dafür stand die Abwehr der Kroaten souverän, fast fehlerfrei, jedoch wurde diese auch nahezu gar nicht benötigt, da die Österreicher keine nennenswerten Akzente in der Offensive setzen konnten und somit ihrem Gegner kaum gefährlich wurden.

So das war die erste Halbzeit des Spiels Österreich-Kroatien, wie ich sie gesehen habe. Dass es einer anders sieht, kann sein. Die zweite Halbzeit war jedoch gegen meine Erwartung auch nicht viel spannender - leider. Es wurde zu einem sehr langweiligen und ziemlich durchsichtigem Spiel. Kroatien spielte nur noch auf die Defensive und wechselte seine Stürmer gegen Verteidiger aus und das unmittelbar nach der Halbzeitpause, sodass sie nicht bemüht waren, ihre Führung zu sichern, indem sie angriffen, sondern darauf “hofftenâ€, ihre Führung mit einer starken Defensive verteidigen zu können - für jeden Fußballfan der absolute Tod. Österreich hingegen versuchte seine Strategie zu verändern, was sie schon hätten viel früher tun sollen, nämlich ihre Spieler auf den Angriffsmodus zu setzen. Jedoch half dies auch nicht viel, auch wenn es am Ende wirklich knapp war, da die Österreicher noch einige gute Torchancen hatten und man die Erleichterung der Kroaten sah, als das Spiel zu Ende war, da die Führung auch leicht hätte verloren gehen können und Kroatien dann keine wirklichen Chancen mehr gehabt hätte, das Spiel dann noch ohne jegliche Spieler in der Spitze zu drehen.

Ein Höhepunkt der Partie ist aber auch noch zu erwähnen: Der Österreicher Profi Pogatetz hätte wegen seinen Handgreiflichkeiten an Ivica Olic die gelb-rote Karte sehen müssen. Der Schiri kann sich glücklich schätzen, dass die Kroaten letztendlich die drei Punkte bekommen haben – ansonsten stünde er in großer Kritik.

Autor: Katarina M.

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2 Kommentare

1. Markus schrieb am 09. June 2008 um 22:10

Sehr schön zusammen gefasst, das Spiel. Insbesondere die Bemerkung zum Schluss ist zutreffend. Hätten die Österreicher ein Tor erzielt, wäre der Schiri mächtig unter Druck geraten. Mit zehn Mann zu der frühen Spielphase, hätten die Österreicher einen Genickbruch erleidet.

2. Burak Altas schrieb am 09. June 2008 um 22:48

Ich fand die Kroaten gestern auch ein wenig enttäuschend. Ihr Gegner hieß Österreich - die absoluten Underdogs in diesem Turnier, angesehen als die schwächste Mannschaft der EM. Da hat man dann wohl doch mehr vom England-Bezwinger Kroatien erwartet… Aber mal schauen, Leistungen verändern sich von Spiel zu Spiel.

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