14. June 2008

Rumänien machts allen schwer: 1:1 gegen Italien

Rumänien überlebt auch die zweite Partie in der Todesgruppe. Beim Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Weltmeister stellte das Team um Adrian Mutu Jedem klar, dass diejenigen, die diese Gruppe überstehen möchten, erst einmal an ihnen vorbeimarschieren müssen. Nach dem torlosen Unentschieden vier Tage zuvor gegen Vizeweltmeister Frankreich verpassten sie nun gegen Italien die drei Punkte nur sehr knapp und müssen nun auf einen Sieg gegen den Topfavoriten Niederlande pochen. Das interessante für Italien: Sie müssen ein Endspiel gegen die Franzosen bestreiten, in dem es um Alles oder Nichts geht. Die beste Gelegenheit für die französische Rache.

Verdient war dieses Unentschieden nicht wirklich. Den Italienern sah man an, dass sie die Pleite gegen die Niederlande schon längst vergessen hatten und die Entschlossenheit gewonnen haben, ihren Zielen sicher nachzugehen. Vom An- bis zum Abpfiff waren sie die dominierende Mannschaft und stets die, die dem Treffer näher stand. Doch die Rumänen hatten Fortuna auf ihrer Seite: Zu einer Phase, bei der die „Squadra Azzurra“ ihrem Gegner kein Spielraum ließ und den rumänischen Torhüter so sehr bedrängte, dass er wohl seine hitzigste Partie seiner gesamten Karriere bestritt, unterlief Abwehrass Gianluca Zambrotta ein peinlicher Fehler, den Mutu zu verwandeln wusste. Nicht einmal eine Minute später kam der Ausgleich durch Panucci (56. Minute). Alles war wieder auf den Ausgangspunkt zurückgesetzt.

Und wieder waren die Italiener im Angriff. Von links, von rechts, von der Mitte – der Weltmeister brachte ihren Gegner in Bedrängnis. Spieler des Tages war wieder einmal wie so oft in diesem Turnier ein Torhüter. Bogdan Lobont glänzte mit seinen Paraden auf. Toni war verzweifelt: Wie sollte er diesen Mann überwinden?

Als Rumänien dann in der 82. Minute einen Angriff startete, den Ball zum kurzen Eck reinflankte, der Rumäne aber zu Boden fiel, zeigte der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt. Mutu sollte es anrichten, er sollte die Italiener aus dem Turnier kicken. Ihm gegenüber stand jedoch Gianluigi Buffon, der weltbeste Torhüter. Mutus Schuss kam sehr unplatziert, einfach in die Tormitte reingeschossen. Buffon parierte mit einem exzellenten Reflex zunächst mit seiner Hand, dann mit seinem Fuß, und die Chance war vergeben. Es herrscht doch noch etwas Gerechtigkeit in dieser Sportart.

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