Spanien mit viel Ach und Krach im Viertelfinale
Luis Aragones Spanier haben sich auch im zweiten Spiel der Gruppe D gegen die Schweden gut geschlagen und sind dank einem späten Treffer David Villas nun in die nächste Runde eingezogen. Somit ist Villa mit vier Treffern in zwei Spielen der momentan beste Torschütze dieser Europameisterschaft und hat seinen Wert zweifellos um viele Millionen erhöht. Die Schweden müssen nun auf drei Punkte im letzten Spiel gegen Russland hoffen, die ebenfalls bei einem Sieg sich den zweiten Platz gesichert hätten. Die „Oldtimer“ Otto Rehhagels haben keine Aussichten mehr auf Erfolg.
Die Spanier knüpften mit ihrer Leistung in den ersten 15 Minuten der Partie an ihr Spiel gegen Russland an. Sie ließen den Ball gut laufen, konnten sich in den gegnerischen Strafraum gut hineinkämpfen, was ihnen letztendlich auch den Erfolg brachte. Fernando Torres alias „El Nino“ konnte den gegnerischen Torhüter mit Leichtigkeit überwinden und sorgte somit für die frühe Führung der Iberer.
Nach der Führung war leichte schwedische Dominanz zu spüren, die natürlich von dem teuersten Spieler der Welt eiskalt ausgenutzt worden ist. Als der Minutenanzeiger die 34. Minute verkündete, schoss Zlatan Ibrahimovic den Ausgleich für seine Nation. Für die nächsten 58 Minuten war es das dann für die Schweden. Sie stellten sich Allemann in die Abwehr, ließen die Spanier auf sich zukommen. Das reinste Geduldsspiel für die Spanier, ein Bangen um einen Punkt für die Schweden und ein Alptraum für die Zuschauer.
Auch im zweiten Durchgang wollte es den Spaniern nicht gelingen, die harte schwedische Defensive zu knacken. Jeder Angriff wurde zurückgewiesen. Vor allem Mellberg stand hinten sehr gut und machte zusammen mit seinen Kollegen alle Laufwege dicht. Weder Torres, noch Villa oder die anderen Profis in Rot, die weit von ihrer Leistung aus der ersten Partie entfernt waren, waren in der Lage, sich auch nur in die Nähe des Eckigen zu begeben. Ausgerechnet war es dann in der 92. Minute Olof Mellberg, der sich einen tragischen Fehler in der Abwehr erlaubte, sodass David Villa unmittelbar vor Isaaksson stand: Der Führungstreffer.
Im Grunde genommen war dieser Sieg mehr als nur verdient. Den Schweden war deutlich anzusehen, dass sie mit dem Unentschieden schon längst zufrieden waren – deshalb machten sie die Partie auch so „hässlich“, wurden aber im Endeffekt doch noch bestraft. Die Fußballliebhaber können sich also freuen, dass so Nationen wie Griechenland oder eben die Schweden das Turnier bereits in der Vorrunde verlassen werden bzw. bereits verlassen haben. Fußball muss eben auch etwas fürs Auge zu bieten haben.

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