20. June 2008

Deutschland überzeugt mit viel Kampf – Portugal raus

Nach einer großen Leistungssteigerung gegenüber der Vorrunde hat sich die DFB-Elf den Einzug ins Halbfinale gesichert und trifft in der kommenden Woche auf den Sieger der heutigen Partie Türkei – Kroatien. Die von Hansi Flick betreute Auswahl um Kapitän Michael Ballack überzeugte mit einer großartigen Offensivleistung wieder einmal alle Kritiker und zeigte der gewohnt stark aufspielenden portugiesischen Mannschaft ihre Grenzen auf.

Begleitet vom Applaus der 40.000 Zuschauer, die überwiegend in weiß gekleidet waren, schritten die 22 Spieler und Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt aus Schweden auf das Spielfeld des St.Jakob-Park in Basel. Nach einem fulminanten Start beider Teams und je einer Chance auf beiden Seiten erzielte Bastian Schweinsteiger sein erstes Turniertor nach einem gut herausgespielten Angriff von Podolski über die linke Seite (22.). Schon zu diesem Zeitpunkt bahnte sich eine Überlegenheit der Deutschen an, da sie die Kontrolle über das Spiel hatten und dem Gegner aus Portugal nur wenige Spielräume für Kombinationen ließen. Das neu formierte Mittelfeld mit Hitzlsperger und Rolfes im defensiven Mittelfeld überragte ebenfalls durch eine gute Zweikampfbilanz, was den angeschlagenen Torsten Frings vergessen ließ. Vier Minuten nach dem ersten Treffer gelang es Miroslav Klose, seinen ebenfalls ersten Treffer bei dieser Europameisterschaft zu erzielen. Bastian Schweinsteiger, der nach einem schwachen Turnierstart und der roten Karte in die Kritik geraten war, leitete diesen Treffer durch einen guten Freistoß ein und war somit auch am zweiten Tor direkt beteiligt. Im Laufe dieser ersten Halbzeit zogen sich die Deutschen zurück in ihre Hälfte und überließen der Elf von Scolari mehr Spielanteile, was sich als Fehler erweisen sollte. Kurz vor der Pause bot sich Cristiano Ronaldo nach einem Fehler von Mertesacker die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, welche Lehmann erst vereitelte, aber beim Nachschuss von Nuno Gomes keine Chance hatte. Mit dem Stand von 2:1 für Deutschland ging es für beide Mannschaften in die Pause.

Die zweite Hälfte begann ebenfalls ansehnlich und temporeich, was vor allem den Portugiesen zu verdanken war. Diese hatten zu diesem Zeitpunkt längst das Zepter in die Hand genommen und zeigten zum ersten Mal in der Partie, was sie im Vorfeld zum Titelfavoriten gemacht hatte. Nach einigen guten Spielzügen Portugals über Cristiano Ronaldo und Simao bot sich den wie gewohnt in rot-braun gekleideten eine große Chance, die Pepe jedoch mit einem Kopfball aus 4 Metern vergab. Umso schmerzlicher wurde diese Tatsache, als Michael Ballack in der 61. Spielminute erneut nach einem Freistoß von Schweinsteiger zum 3:1 traf und so die Führung ausbaute, was allerdings umstritten ist, da seinem Treffer ein klarer Schubser vorausgegangen war. Trotz aller Proteste ließ der schwedische Unparteiische das Tor gelten und sorgte somit für eine Vorentscheidung. Die verbliebenen 30 Minuten waren überwiegend vom Kampf und Willen der Teams gezeichnet, womit das portugiesische Team jedoch besser zurecht kam. Trotz einer klaren Überlegenheit waren sie nicht in der Lage, erneut einen schnellen Anschlusstreffer zu erzielen und so dauerte es bis zur 87. Minute, als Nani drei deutsche Spieler an der Strafraumkante vernaschte, flankte und Helder Postiga per Kopf - für Lehmann unhaltbar – den Ball versenkte. Trotz dieses erneuten Motivationsschubes und einem Powerplay in den verbliebenen Minuten hielt Lehmann seinen Kasten sauber und sicherte so Deutschland die erste Teilnahme am EM-Halbfinale seit 1996.

Autor: Habibi

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10 Kommentare

1. T.B. schrieb am 21. June 2008 um 12:44

Ich denke der Artikel ist weitesgehend gut geschrieben, scheint in manchen Stellen jedoch nicht unbedingt Wahrheitsgetreu, was meine Sicht des Spiels angeht. Ich denke die deutsche Mannschaft hat sich gerade in den ersten 30. Minuten ausgezeichnet und nicht erst nach dem ersten Tor. Die Portugiesen hatten so gut wie keine Spielanteile und kamen erst nach dem zweiten Tor richtig ins Spiel, da die deutschen sich, wie du richtig sagtest, in ihre Hälfte zurückgezogen haben. Als zweiten Punkt frage ich mich, wo du diese absolute Überlegenheit der Portugiesen über den gesamten Zeitraum der zweiten Halbzeit gesehen hast? Klar, die Portugiesen mussten drücken und demnach auch hinten aufmachen, aber trotzdem konnte man meiner Meinung nach nicht diese große Überlegenheit sehen, welche dann nach deiner Meinung nach auszudrücken scheint, dass Portugal der verdiente Sieger gewesen wäre und das denke ich ist jedem hier klar, egal welcher Nation: Portugal hat nach anfänglichen Problem, von den Deutschen verursacht, ein gutes Spiel abgeliefert, waren jedoch über den gesamten Zeitraum gesehen schlussendlich der verdiente Verlierer.
Trotzdem insgesamt sehr gute Arbeit von euch! Weiter so…

2. Wali schrieb am 21. June 2008 um 15:50

Also erst einmal vielen Dank für deinen Kommentar ;)
wir Autoren freuen uns immer über eine Rückmeldung, egal welcher Art!
Zu deinen Kritikpunkten sei folgendes zu sagen:
Ich habe mir gerade den Artikel erneut durchgelesen und kann die zweite Kritik nicht ganz nachvollziehen. Es stimmt, dass Portugal in meinem Artikel von der Leistung her vorallem in der zweiten Hälfte gleichgestellt oder sogar besser wegkommt als Deutschland, was meiner Meinung nach auch der Wahrheit entspricht. Über weite Strecken der zweiten Hälfte haben sie das Spiel kontrolliert, ABER fanden kein Mittel, um an der deutschen Abwehr vorbei zu kommen, was in meinem Artikel auch beschrieben wird (”…nicht in der Lage, erneut einen schnellen Anschlusstreffer zu erzielen und so dauerte es bis zur 87. Minute…”). Auf der anderen Seite war die deutsche Offensivleistung bei weitem nicht so, wie in der ersten Hälfte, was vllt. jedoch auch die intelligente und vorallem gewollte Variante war, da man ab der 61. Minute mit 3:1 führte.
Allerdings muss ich deiner ersten Aussage zustimmen, denn die Kräfteverhältnisse in der ersten Halbzeit kommen etwas falsch rüber. Du hast natürlich Recht, wenn du sagst, die Deutschen hätten schon vor dem ersten Tor das Spiel bestimmt. Daran ist vorallem die Formulierung “Schon zu diesem Zeitpunkt bahnte sich eine Überlegenheit der Deutschen an,…” Schuld und ich bitte diese falsche Wortwahl zu entschuldigen.
Trotzdem danke für deinen Kommentar und falls es in Zukunft weitere Meinungsverschiedenheiten geben sollte, einfach einen Kommentar zurücklassen. Wir freuen uns über jede Art von Reaktion ;)

Liebe Grüße,
Wali

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Maybe this would have been obvious to someone who knew more about speaking, but it was a revelation to me how much less ideas mattered in speaking than writing. [1]

A few years later I heard a talk by someone who was not merely a better speaker than me, but a famous speaker. Boy was he good. So I decided I’d pay close attention to what he said, to learn how he did it. After about ten sentences I found myself thinking “I don’t want to be a good speaker.”

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