Rumänische Hürde für Galatasaray
Am vergangenen Freitag wurde in Nyon die Auslosung für die Qualifikationen der Champions League 2008/09 durchgeführt. Dabei muss man schon sagen, dass die beiden türkischen Clubs, die sich bereit machen, ihren Glanz in der Königsklasse zur Schau zu stellen, recht glückliche Lose gezogen haben. Beginnen wir mit dem letztjährigen Viertelfinalisten Fenerbahce SK, die nun unter der Leitung des Europameisters Luis Aragones ihren Erfolg mit Arthur Zico übertreffen möchten.
Dass sie so gut wie sicher in die dritte Qualifikationsphase einziehen werden, haben sie im Hinspiel gegen MTK Budapest unter Beweis gestellt. Keiner erwartet nun im Rückspiel einen Patzer, sodass wir über die beiden möglichen Gegner in der nächsten Runde spekulieren können. Es heißt, dass der Gewinner der Partie FK Inter Baku – FK Partizan Belgrad auf Fenerbahce SK stoßen wird. Zwar wird den Profis immer gelehrt, dass man einen Gegner niemals unterschätzen dürfe, da die Überheblichkeit sonst bestraft werde – und dies ist mit reichlich vielen Beispielen zu belegen -, jedoch wäre es wohl dennoch nicht verkehrt, wenn sich die Istanbuler Fans aus Kadiköy bereits in die Champions League – Stimmung einspielen. Eine Pleite des haushohen Favoriten Fenerbahce käme nämlich der blamablen Partie Galatasaray – Trömso vor einigen Jahren gleich – und in dieser Situation wollen sie sich sicherlich nicht befinden.
Für den amtierenden Meister der Turkcell Süper Lig sieht die Hürde schon etwas härter aus. Sie müssen sich an Steaua Bukarest messen, von denen man in der Vergangenheit doch ab und zu etwas zu hören bekam, dessen Glanz aber momentan zu verschwinden droht. Dennoch sind sie eine Mannschaft mit weiten Wurzeln. Sie haben eine gute Vergangenheit, sind das beste und erfolgreichste Team Rumäniens (vielleicht sogar Osteuropas) und beherbergen sicherlich einige rumänische Talente in ihren Reihen. Wie gefährlich Rumänen im Fußball sind, kann wohl keiner besser wissen als die Community von Galatasaray – denn in den besten Jahren des Clubs waren Rumänen stets die Hauptakteure in den Erfolgen Galatasarays. Man erinnere sich nur an Gheorghe Hagi, Popescu oder Filipescu.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass Fortuna ihr Händchen in diesem Los hatte, da die „Löwen“ auf weitaus härtere Gegner treffen könnten. Barcelona, Arsenal, Liverpool oder Juventus wären der Mannschaft Skibbes, die momentan nicht im geringsten in Form ist (die vielen Verletzungen spielen hierbei aber auch eine wichtige Rolle), wohl rein theoretisch gesehen eine Nummer zu groß.

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