Türkei vs. Armenien – mehr als nur Sport?
Morgen ist die türkische Nationalelf zu Gast in Erivan, der Hauptstadt Armeniens. Die beiden Teams begegnen sich in der Qualifikationsphase der WM 2010 in Gruppe 5. Es ist das Eröffnungsspiel der o.g. Gruppe. Doch kaum werden die Namen dieser beiden Länder im Zusammenhang erwähnt, schon beginnt die Welt über diese Partie zu diskutieren: Wird die Partie aufgrund des geschichtlichen Konflikts mit Problemen übersät sein? Ist es für die Spieler und Fans mehr als nur ein Fußballspiel? Oder sind alle im Bewusstsein darüber, dass es hier nur um eine Sportveranstaltung geht?
Vorab gesagt: Es gibt immer Leute, die den Stellenwert diverser Fußballpartien so sehr in die Höhe schrauben, dass sie meinen, ihnen ein politisches Beigeschmack verleihen zu müssen und durch die Probleme der Politik angetrieben randalieren. Von diesen sei mal abgesehen.
Es wäre eine Verleugnung der Realität, wenn man sagte, man könne die angespannte Lage zwischen Armenien und der Türkei einfach so ignorieren. Zweifellos werden die Spieler in dieser Begegnung noch motivierter sein als sonst. Schließlich wissen sie, was ein Sieg ihrer Nation gegen die andere für eine Euphorie in der Bevölkerung auslösen wird. Und dementsprechend wissen sie auch genau, welch große Last sie auf den Schultern tragen. Die Frage ist aber, ob man all diese Freude auch friedlich auslösen kann. Und genau das muss das Ziel sein. Den geschichtlichen Konflikt können die Politiker unter sich austragen. Was uns interessiert ist der sportliche Erfolg. Viel Glück an die Türken, möge Ihnen der Start gelingen.

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