29. January 2009

Semih oder Güiza?

14 Millionen Ablöse wurde für den bei der EM 2008 aufgetrumpften Daniel Güiza ausgegeben. Hinzu kommen natürlich etliche Millionen Gehaltszahlungen. Das Ergebnis dieses teuren Transfers sind Pfiffe aus den eigenen Tribünen, zahlreiche torlose Partien sowie ein erboster Club – kurz gefasst die reine Enttäuschung. Weshalb also duldet man den spanischen Stürmer immernoch – mit Ausnahme des letzten Pokalspiels gegen Bursaspor – in der Startformation, während der in der vergangenen EM 2008 mit dem silbernen Schuh ausgezeichnete Semih Sentürk weiterhin die Bank drücken muss?

Nach dem Abgang Mateja Kezmans (was eines der vernünftigsten Entscheidungen des Fenerbahce-Vorstands aus den letzten Jahren gewesen ist) stand es außer Zweifel, dass der Club einen neuen Stürmer gebraucht hatte. Der Serbe passte einfach nicht in die Spielweise des Istanbuler Clubs, und wenn er noch so gut sein mag. Fenerbahce benötigte jemanden, der auch alleine vorne spielen kann und nicht unbedingt einen Stürmerpartner benötigt. In etwa ein Spielerprofil wie Hakan Sükür, der schnell zum Ergebnis kommt oder wie Baros, der den Ball lange Zeit am Fuß halten kann.

Was kam? Sozusagen eine Kopie Kezmans. Genau der gleiche Stil, den die Mannschaft nicht gebrauchen kann. Es gibt zwei Lösungswege zur Behebung des Problems: Entweder man stellt die Formation so um, dass sowohl Güiza als auch Semih in der Startformation stehen. So wird sich die Leistung Güizas auch steigern können, da dies genau seine Taktik wäre. Oder aber er verlässt den Club.

Es kann nicht sein, dass man monatelang unter dem Vorwand des „Einspielens“ und der „Gewöhnungsbedürftigkeit“, der „Integration“ in die Mannschaft vergeblich auf angemessene Leistung wartet. Schaut man sich beispielsweise den Australischen Stürmer James Troisi von Genclerbirligi Ankara an, der sich bisher nicht allzu oft in Szene setzen konnte, wird schnell deutlich, dass ein professioneller Spieler mit Sicherheit nicht eine Ewigkeit benötigt, um sich an seine neue Mannschaft zu gewöhnen. Ein Hattrick im letzten Spiel gegen Kayserispor ist ein ausreichender Beweis dafür.

Es bleibt immernoch ungewiss, weshalb Aragones Semih Sentürk nahezu keine Chancen gibt. Die Vermutung jedoch, dass er seinen geliebten Landsmann aus der EM, der übrigens auf seine Empfehlung hin transferiert worden ist, „dem Türken“ bevorzugt, liegt sehr nahe. Schade um Semih, der bei jedem anderen türkischen Club in die Startformation gerückt wäre.

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2 Kommentare

1. Fussballtipper schrieb am 04. March 2009 um 18:24

Naja, Güiza wird wahrscheinlich noch so lange den Vorzug gegenüber Semih bekommen, solange Aragones Trainer bei Fener ist. Ausreden wie Eingewöhnungsphase, etc … sind meiner Meinung nach lächerlich. Den spanischen Stürmer einfach rauswerfen wird auch nicht gehen, der hat sicher einen längerfristigen Vertrag und die Abfindung wäre auch verdammt hoch. Da wird sich wohl in näherer Zukunft nichts ändern. Also hat irgendwer einen Tipp wieviel Chancen Güiza noch bekommt?

2. umut erdog schrieb am 29. May 2009 um 08:42

Semih und guiza sind aber gleich gut aber wenn aragones noch bleibt hat guiza mehr vorteile aber der trainer von as rom wird ja nächste saison kommen und man sagt das guiza nach arsenal london gehen wird wenn aragones nicht bleibt

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